Freitagabend in Striesen und während andere im gleichen Alter mit der Wärmflasche auf der Couch sitzen, spielt die Ü50 der SG Weixdorf mal eben um den Stadtpokal. Und eins vorweg: Die Jungs haben nicht nur den Ball laufen lassen, sondern am Ende auch den Pokal mit nach Hause genommen!
Runde 1 – Post – Warmgeschossen
Los ging’s bei SPG Post/ESV. Man munkelt, Weixdorf wollte erstmal „ruhig reinkommen“.
Das Ergebnis sprach allerdings eher für „komplette Eskalation“: 7:3-Auswärtssieg und die Torschützenliste war länger als manche Einkaufsliste in der Apotheke:
Thomas Buder, Malek Goutal, Enrico Heber, Harald Rausch (2), Jens Kaiser und Oliver Marschall.
Defensiv war’s vielleicht noch etwas „Frühjahrsform“, aber vorne lief’s wie geschmiert.
Runde 2 – Striesen – Diesmal ohne Drama!
Dann kam die SG Striesen – jahrelang ein zäher Gegner (vorallem bei der Verhandlung um Spieltagsverlegungen), Kampfspiele, Blutdruck 180, drei Tage Muskelkater inklusive. Doch diesmal hatte Weixdorf offenbar andere Pläne. Statt Nervenschlacht gab’s ein gepflegtes 7:0.
Tino Gaunitz machte gleich drei Buden, Jens Kaiser zwei und Harald Rausch sowie Torsten Koch wollten natürlich auch nicht ohne Tor nach Hause fahren.
Striesen dürfte sich noch heute fragen, ob Weixdorf wirklich Ü50 oder heimlich doch U35 gemeldet hatte.
Halbfinale – Radeberg – Natürlich auswärts…
Im Halbfinale warteten VfB Hellerau, Radeberger SV, SV Lockwitzgrund und natürlich die SG Weixdorf.
Die Pokalauslosung? Wie immer geheimer als die Formel von Coca-Cola. In Weixdorf war deshalb schnell klar: „Wenn’s nach Radeberg geht, sind wir wohl wieder zu stark gewesen.“ Und genau so kam’s natürlich auch.
Aber statt zu jammern, gewann Weixdorf einfach locker 5:0. Jens Kaiser und Tino Gaunitz trafen jeweils doppelt, Enrico Hänsel machte den Rest klar.
Kurz gesagt: Auswärtsspiel, klare Sache, Heimfahrt mit breiter Brust und einer leeren Bierkiste…oder auch zwei..
Finale – Die Werft – Erst Schlafwagen, dann Pokalsieger
Finale in Striesen. Wetter top. Platz top. Schiri top. Großes Lob an Sportfreund Schuster – wahrscheinlich der einzige Mann auf dem Platz ohne Muskelprobleme am nächsten Morgen.
Die ersten 15 Minuten spielte Weixdorf allerdings so, als hätten einige noch den Grillabend vom Vortag in den Beinen, denn es dauerte bis zur 37. Minute, ehe endlich das erste Tor fiel.
Jens Kaiser hatte vorher schon die Chance per 9-Meter, nagelte das Ding aber ans Lattenkreuz.
Der Ball hat vermutlich immer noch einen Abdruck hinterlassen.
Nach der Halbzeit dann der Schock: Hellerau gleicht per 9-Meter aus.
Aber jetzt zeigte sich die große Stärke der Weixdorfer:
Während andere Ü50-Teams langsam nach Luft schnappen, drehte Weixdorf erst richtig auf. Die Wechselspieler kamen rein wie frische E-Bikes auf dem Elberadweg – plötzlich war wieder richtig Zug drin.
Am Ende wurde das Finale verdient gewonnen und die Tore erzielten Tino Gaunitz (2), Holm Brauny und Jens Kaiser.
Und damit war klar: Nach 2023 und 2025 geht auch 2026 der Stadtpokal wieder nach Weixdorf!
Pokal – Emotionen und echter Teamgeist
Der größte Moment kam aber nach dem Schlusspfiff. Spielführer und Trainer Sven Freudenberg, der krankheitsbedingt gefehlt hatte, war trotzdem vor Ort und konnte gemeinsam mit seinem Team den Pokal hochhalten.
Torsten Koch vertrat ihn mit vollem Einsatz – und genau das macht diese Mannschaft aus: Zusammenhalt, Herz und die Fähigkeit, auch mit Ü50 noch deutlich mehr zu rennen als die meisten Jüngeren.
Oder wie man in Weixdorf jetzt vermutlich sagt:
„Alt genug für Wärmesalbe – aber immer noch zu schnell für den Rest!“ 🏆⚽

Den „nüchternen“ Bericht des Stadtverbandes findet ihr hier: https://www.svf-dresden.de/2026/05/16/gosvfd-203/














