F4-Junioren - Punktspiel - 8. SpT. - 25.05.19 - TSV Rotation Dresden 1990 3.

TSV Rotation Dresden 1990 3. - SG Weixdorf 1:0 (:)

Aus dem Lehrbuch geplaudert...

 

…denn der DFB beschreibt die Merkmale von G-Junioren zum Teil folgendermaßen:

Geringes Konzentrationsvermögen : "Die Zeitspanne, in der sich die jungen Kicker konzentrieren können, ist sehr kurz. Gerade im Kreise der Mannschaft lassen sie sich gerne von ihren Mitspielern oder von äußeren Einflüssen ablenken. So kann es passieren, dass sie kurzzeitig lieber einen Hubschrauber am Himmel bestaunen, anstatt sich den Erklärungen des Trainers zu widmen."

Ich-Bezogenheit: "Die Wahrnehmung der Kinder ist von einem starken Ich-Bezug geprägt. Manchmal sind sie einfach nur mit sich selbst beschäftigt und vergessen das, was um sie herum passiert. Ebenso fällt es ihnen schwer, sich in andere Personen oder Situationen hineinzuversetzen bzw. hineinzudenken."

Also ich hätte nicht gedacht, dass ich dem DFB mal sooooo sehr recht geben muss, denn die ersten 10 Minuten des Spieles gegen den Tabellenführer Rotation Dresden waren eine Lehrbuchreife Bestätigung der beiden Punkte. Irgendwie schien die ganze Spielansprache in der Kabine geblieben zu sein und unsere Jungs waren überrascht, dass der Gegner dies auch noch blöderweise ausnutzte. Also wirklich, Rotation, so geht das ja nun nicht. Selbst ohne Hubschrauber am Himmel waren wir irgendwie weder im Spiel noch auf dem Platz, auch wenn man mit beiden Beinen und hin und wieder offenen Schnürsenkeln auf selbigen stand. Klar war der Gegner wieder durchweg ein Jahr älter und damit auch körperlich überlegen, aber ganz so einfach muss es ja nun auch nicht gehen. So gelang den Rotationern gleich mal sechs Buden hintereinander, ohne dass wir so richtig überhaupt einmal in die gegnerische Hälfte kamen. Erst so kurz nach Mitte der ersten Halbzeit ging ein kleiner Ruck durch die Jungs und siehe da, der Gegner musste auch mal rückwärtslaufen. In der Halbzeitpause ging es dann eigentlich nur darum, den Jungs zu sagen was wirklich wichtig ist, nämlich das der Kopf den Füssen sagt was diese tun müssen und nicht umgedreht. Das schien der entscheidende Tipp gewesen zu sein, also wirklich Schalli das hätte dir aber auch mal eher einfallen können, na und ab da ging auch mal die Post ab. Jetzt waren ganz viele mutige Aktionen im Spiel und der erste Treffer war die beste Belohnung, die es geben konnte. Jetzt wurde trotz „Riss im Knochen“ gekämpft und gebolzt und es gelang sogar noch Treffer Nummer zwei. Letztendlich ging die zweite Halbzeit sogar Unentschieden aus und wer weiß, wenn das Spiel noch zwei, drei Stunden gegangen wäre, vielleicht hätten wir die Rotationer noch geknackt. So blieb es beim verdienten Sieg der Elbuferkicker und unsere Jungs beendeten ihre ersten Erfahrungen auf dem Kleinfeld. Jeder der Jungs hat viel Spiel- und Einsatzzeit erhalten und konnte sich gegen fast durchweg ältere Kinder beweisen. Das ist vielleicht aber auch das einzige Manko an diesem Pool 10, welcher ja dafür gedacht ist, dass sich die Jüngeren Kinder auf dem Kleinfeld ausprobieren können. Für mich macht es nämlich keinen Sinn, dass manche Vereine dort ihre älteren Jahrgänge spielen lassen. Logisch hauen die jeden jüngeren Jahrgang weg, Hut ab Frau Mütze, aber das bringt längerfristig weder den einen noch den anderen weiter. Alles in allem dennoch eine spannende neue Erfahrung für den alten Jahrgang, welchen wir damit gut ausgebildet und ruhigen Gewissens demnächst in ihr neues Abenteuer F-Junioren abgeben können. Mir hat es jedenfalls riesigen Spaß mit euch Typen gemacht. :-)