1. Männer - Punktspiel - 26. Spieltag - 22.05.11 - SV Rot-Weiß Bad Muskau

Eigentlich befanden sich die beiden Mannschaften an diesem Nachmittag fußballerisch nicht weit auseinander und wenn man sich die Torschützen anschaut, ist man geneigt festzustellen, dass Marcel Hinz den Unterschied ausmachte. Doch ganz so einfach kann man das nicht sagen.

Das Spiel begann flott und zunächst kam Bad Muskau zwei Mal gefährlich vor das Weixdorfer Gehäuse, ehe Hägner nach schöner Vorarbeit durch Walsdorf per Fallrückzieher am Gästekeeper scheiterte. Der darauf folgende Eckball war zwar nicht sonderlich gut getreten, doch ein Muskauer konnte den ball nicht klären und so bewies R. Zschieschang seine Torjägerqualitäten indem er aus dem Gewühl heraus einnetzte.
Aber die Führung hatte nur acht Minuten bestand, denn in der 30. Minute gelang Hinz' erster Treffer. Ein diagonaler Ball auf den Muskauer Linksaußen, konnte dieser per Kopf ablegen. Hinz schnappte sich die Kuller, lief ein paar Meter und traf unhaltbar ins rechte Eck. Zwei Minuten später war Götz erneut geschlagen. Erneut fand ein Pass von Bär den Linksaußen, dieser gewann das 1-gegen-1, brach zur Grundlinie durch und passte flach in den Fünfer, wo sich Hinz' Torgefährlichkeit noch nicht herum gesprochen hatte und er frei zum 1:2 einschieben konnte.
Auffällig stark war bei Weixdorf vor allem Stoll, der sich immer wieder durchsetzen konnte. Zwar vergab Hägner noch eine seiner Vorarbeiten, doch ein wenig später war Walsdorf zur Stelle. Erst nahm er die Eingabe zwar nur mit Glück mit, aber mit vollem Einsatz gelang ihm trotzdem fünf Minuten vor der Pause der Ausgleich. Nach der Halbzeit trat Weixdorf geordneter auf und aus der solideren Abwehr konnte man nun immer mehr Chancen erspielen. Die größte Möglichkeit hatte sicher Gommlich, der einen springenden Ball nur noch gerade so mit dem Kopf erwischen konnte, dann aber aus Nahdistanz nur die Latte traf. In dieser Phase hätte man das Tor erzielen müssen um drei Punkte zu ergattern. Es kam anders. In der 75. Minute fälschte kluge eine Flanke hoch in die Luft ab. Der Ball war gefühlte drei Minuten in der Luft, doch bei den beteiligten Weixdorfern fehlte es an Kommunikation und der nötigen Aufmerksamkeit. Und so konnte Hinz zum dritten Mal einnetzen.
Weixdorf probierte noch mal viel und kam auch zu weiteren Chancen, nur standen entweder eigene Unfähigkeit oder aber der Gästekeeper dem erneuten Ausgleich im Wege. Bevor Hinz zum vierten Mal traf, probierten sich er und sein Sturmpartner Gläsel noch mit eher geringer Standfestigkeit wie man sie sonst nur bei Pipo Inzaghi sehen kann. Sei's drum.
Am Ende fehlte es den Gastgebern eben an Konsequenz, ob nun im Abschluss oder in der Deckung.

[BALLE]