"Ihr unterstützt die SG Weixdorf und entwickelt Eure Persönlichkeit weiter"

Oskar Lämpel ist Spieler unserer B-Junioren und als Schiedsrichter auf den Sportplätzen von Dresden unterwegs. Um allen Interessierten einen Einblick in die Schiedsrichterei zu geben, nutzten wir die Gelegenheit um mit Oskar ein kleines Interview zu führen.

 

 

Seit wann bist du Schiedsrichter und wie bist du dazu gekommen?
Ich habe im Herbst 2015 meine Ausbildung zum Fußballschiedsrichter absolviert. Unser Verein hatte „Schiedsrichtermangel“ und wir wurden im Training (damals noch in der D-Jugend) darauf angesprochen, ob nicht jemand Lust hätte, Schiedsrichter zu werden.

War der Lehrgang schwer und hat das "lernen" auch Spaß gemacht?
Der Lehrgang war eigentlich gar nicht so schwer, wenn man sich schon mal vorher mit den grundlegenden Fußballregeln vertraut gemacht hat. Trotzdem hat es Spaß gemacht ein paar neue Regeln und Besonderheiten dazu zu lernen.

Hilft es dir bei der Schiedsrichterei das du auch aktiver Spieler bist?
Auf jeden Fall. Ein besseres Training kann man als Schiedsrichter nicht haben. Wenn man zwei mal in der Woche zum Training geht, ist man eigentlich Konditionell perfekt vorbereitet und man kennt dann auch die Seite der Spieler. 

Welche Motivation steckt für dich dahinter?
Es ist eigentlich ein richtiger Job mit viel Verantwortung. Mir macht es Spaß die Entscheidungen in einem Spiel zu treffen. Und natürlich kann man auch nebenbei sein Taschengeld ordentlich aufstocken.

Welcher zeitliche Aufwand bedeutet das Schiedsrichterwesen für dich? (Wie oft pfeifst du? HRT, Regelabende, etc.)
Es ist ein machbarer Aufwand. 3-4 Spiele im Monat leite ich in verschiedenen Altersklassen. Nebenbei besucht man regelmäßig Regellehrabende und absolviert Hausregeltests.
Um für den Verein ins Schiedsrichtersoll zu zählen muss ein Schiedsrichteranwärter (Anm. der Red. neuer Schiedsrichter) im Spieljahr der Schiedsrichterausbildung mindestens fünf Spiele, einen Regellehrabend und mindestens einen Hausregeltest absolvieren. Wenn man dann im zweiten Jahr als Jungschiedsrichter oder Schiedsrichter in die Saison geht muss man 15 Spiele, drei Regellehrabende und zwei Hausregeltests in der gesamten Saison schaffen. Das ist eigentlich kein Problem.

Was für Spiele pfeift man als Jugendlicher denn? Auch schon Männerspiele?
Nein, man wird seinem Alter und seiner Qualifikation entsprechend durch die Schiedsrichteransetzer zu den Spielen eingeteilt. Ich habe in diesem Jahr z.B. schon einmal Stadtliga bei den B-Junioren oder auch schon Landesliga bei D-Junioren gepfiffen. Man leitet also auch mal Spiele von Dynamo Dresden, aber nur den Nachwuchs. In Weixdorf habe ich aber auch schon ein paar Spiele und Turniere gepfiffen. Man kennt viele Leute, spürt den Zusammenhalt im Verein und unsere Turniere, ob draußen oder in der Halle, sind natürlich auch echte Highlights.

Welche Unterstützung gibt Euch die SG Weixdorf bei Eurer Tätigkeit für den Verein?
Die SGW unterstützt uns sehr im Schiedsrichterwesen. Wir haben einen SR-Obmann mit dem wir regelmäßig unsere HRT‘s (Anm. der Red. Hausregeltests) bearbeiten. Außerdem werden unsere Kosten für die Ausrüstung und die Lehrgänge komplett übernommen. Und wenn wir am Ende der Saison unsere drei Aufgaben (15 Spiele, drei Regellehrabende und zwei Hausregeltests) geschafft haben und somit zum Schiedsrichtersoll des Vereins zählen erhalten wir nochmal eine Prämie.

Was kannst du jungen Sportlern mit auf dem Weg geben die überlegen Schiedsrichter zu werden?
Traut Euch! Werdet Schiedsrichter! Ihr unterstützt die SG Weixdorf und entwickelt Euch in Eurer Persönlichkeit weiter.